Diese Seite dient nur der Übersicht und Information. Bitte gehen Sie mit Ihrem Kaninchen in jedem Fall zum Tierarzt ! Weder ein Forum, noch ein Buch kann den Tierarztbesuch ersetzen.

Ich wünsche Ihrem Kaninchen GUTE BESSERUNG !

Typische Krankheitsanzeichen (Symptome) sind:

  • Teilnahmslosigkeit, Apathie
  • Kaninchen zieht sich in sein Häuschen zurück und lässt sich auch mit Futter nicht locken
  • die Augen sind glanzlos
  • Kaninchen frisst nicht
  • die Ohren wirken nicht mehr aufmerksam, sondern nur halb aufgerichtet oder flach angelegt
  • das Fell wirkt stumpf
  • Fell ist gesträubt
  • bei Schmerzen knirschen Kaninchen manchmal mit den Zähnen
  • das Kaninchen ködelt nicht, der Bauch ist dick und hart
  • im Urin ist Blut (nicht verwechseln mit durch Karotten orange gefärbtem Urin)
  • das Kaninchen hat Durchfall
  • wichtig ist eine tägliche Kontrolle der Kaninchen

Hier ist ein Tierarztbesuch angezeigt ! Und bitte nicht zu lange warten !

Bei Durchfall oder Blut im Urin bitte unbedingt eine Probe mit zum Tierarzt nehmen !

 

Impfungen ! Ein Kaninchen muss im Frühjahr auf jeden Fall gegen RHD und Myxomatose geimpft werden. Und bei ständiger Außenhaltung auch 2x im Jahr. Siehe hierzu http://www.kaninchenweb.de/texte/impfung.html

Bei häufigem Kontakt mit anderen Tieren sollte auch gegen Kaninchenschnupfen geimpft werden.

Hier die Beschreibung der Krankheiten:

 

Krankheiten !

Die meiner Meinung nach vollständigste Linksammlung zum Thema Krankheiten ist zu finden unter

http://www.kaninchenzucht.de/index.php?m=krank.php

In jedem Fall gilt: im Zweifelsfall immer zum Tierarzt, lieber einmal mehr als zu wenig !!! Bei der Wahl des Tierarztes ist unbedingt darauf zu achten, dass es ein Kleintierarzt ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten über:

 

Kurzübersicht

Myxomatose (auch Kaninchenpest)
wird hauptsächlich durch Flöhe und Stechmücken übertragen; tritt vorallem bei Wildkaninchen seuchenartig auf – jedoch auch bei Hauskaninchen

 

Beginnt meist mit einem Befall der Schleimhäute sowie Schwellungen im Kopf- und Genitalbereich

 

Hohe Verluste bei akutem Verlauf; infizierte Tiere müssen sofort von dem restlichen Bestand getrennt werden; eine vorbeugende Schutzimpfung (2xjährlich im Frühling und Herbst) ist zu empfehlen.

 

RHD – Rabbit Haemorrhagic Disease
tritt vorallem bei Wildkaninchen seuchenartig auf – jedoch auch bei Hauskaninchen; Virus-Infektion

 

Die Ansteckung erfolgt von Tier zu Tier, aber auch über Futternapf, Wasserflasche, Einstreu, Futter usw. Die Symptome sind Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, Fieber, blutiger Nasenfluss

 

Die Erkrankung kann binnen Stunden zum Tod führen. Vorbeugende Schutzimpfung aber der 4. Lebenswoche

 

Kokzidiose
Die Kokzidiose ist in vielen Kaninchenbeständen vorhanden und betroffen sind meist Jungtiere.

 

Schwache Infektionen können ohne Auftreten von Krankheitszeichen ausheilen. Bei stärkeren Infektionen kann es nach mehrtägiger Krankheit zum Tod kommen. Die Infektion erfolgt durch Aufnahme von kleinsten Urlebewesen mit dem Futter und verursacht schwere Durchfälle.

 

Medikamentöse Behandlung bei frühzeitiger Erkennung

 

Trommelsucht (akute Magenblähung – Tympanie)
Gasbildung im Magen durch Futtergärung besonders nach Aufnahme von feuchtem erhitztem Grünfutter

 

Trommelartige Blähung des Magens, Vorwölbung in den Brustraum, Atemnot

 

Heu-Wasser Diät; Eingabe gärungshemmender Mittel, Aktivierung des Kreislaufs, Bewegung, bei sehr schweren Fällen versuchsweise Ableitung der Magengase über Schlundsonde

 

Durchfälle

 

Durchfall gehört zu den häufigsten Symptomen bei Kaninchen – und mitunter zu einem der am schwersten einzuordnenden. Die Ursachen können vielseitig sein und reichen von falschem Futter bis hin zu einer ernsthaften Erkrankung.

 

Sobald der Durchfall bemerkt wird auf Heu-Wasser-Diät umsteigen; wenn noch andere Symptome vorhanden sind gleich den Tierarzt aufsuchen – statt Wasser kann dem Tier auch verdünnter Fencheltee (ich hab beste Erfahrungen mit Fencheltee mit naturtrübem Apfelsaft gemacht) angeboten werden. Sollte der Durchfall trotz Diät anhalten oder häufig auftreten ist ungedingt ein Tierarzt zu konsultieren.

 

Pilzinfektionen
Diese können durch mangelnde Hygiene oder durch andere Tiere übertragen werden

 

Hautrötungen und kahle Stellen sind die ersten Anzeichen

 

Behandlung durch den Tierarzt

 

Ansteckender Schnupfen
man nimmt an, dass primär eine Virusinfektion vorliegt, die die Schleimhäute der Atemwege schädigt, so dass sich bakterielle Infektionsträger (Pasteurellen, Bordetellen, Hämophilus, Mycoplasmen) festsetzen können, wodurch es zu einem schweren Krankheitsverlauf kommt.

 

Leichtgradiger Schnupfen, bald schleimiger bis eitriger Nasenausfluss mit Atemnot. Niesen, Husten, Komplikationen in Form von Mittelohrentzündung mit Schiefhalten des Kopfes oder Drehbewegungen.

 

Sulfonamide oder Antibiotika. Vorgängig der Behandlung ist aber im Labor die ursächliche Bakterienart zu bestimmen und im Resistenztest zu prüfen. Unterstützende Wirkung haben Dampfbäder (Inhalieren mit Käsepappeltee), Rotlichtbestrahlung, Vitaminpräperate

 

Magenverstopfung
Bildung von Ballen unverdaulicher faserreicher Stoffe aus Haaren, Trockengrasstengeln usw. im Magen

 

Fressunlust, Trägheit, Gewichtsabnahme, Unruhe, verminderter Kotabsatz

 

Vorbeugung ist wichtig: regelmässiges Bürsten von Langhaarkaninchen und Schur bei Angorakaninchen; meist Zwangsernährung und Bauchmassageen – verdauungsfördernde Mittel