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Wenn man sich länger mit Kaninchen beschäftigt und sorgfältig beobachtet, wird man schnell merken, dass Kaninchen durchaus eine eigene Sprache haben. Hier die wichtigsten Übersetzungen:
Hand lecken: Bei Kaninchen kann man ganz häufig sehen, wie sie sich gegenseitig das Fell lecken. Meine beiden lecken sich immer gegenseitig die Nase bis zu den Ohren. Die andere liegt dann da und hat genussvoll die Augen geschlossen. Also ganz klar ein Beweis, dass sie sich mögen. Sarah ist schon so richtig zutraulich. Wenn sie merkt, da kommt Futter oder ich lasse sie raus, kommt sie angesprungen und leckt mir die Hand. Manchen behaupten zwar, Kaninchen machen das, weil sie Salz lecken. Ich finde es auch dem Menschen gegenüber ein ganz klarer Liebesbeweis. Sie machen das erst, wenn sie wirklich Vertrauen gefasst haben.
Anstupsen mit dem Näschen: Bedeutet für mich ein “Hallo”. Sarah macht das ganz oft, wenn sie draussen ist und ich auf dem Boden hocke. So frei nach dem Motto: “Mach was mit mir”. Dann mag sie auch gern gestreichelt werden.
Starkes Stupsen mit dem Näschen: “Hey ich will da durch”. Das macht Sarah, wenn ich ihr im Weg stehe.... Danach kommt häufig ein Buddeln an der Jeans. “Sie will da durch - egal wie”. Im Käfig kann das aber auch Heißen: “Ich will fressen - lass mich in Ruhe”. Und das sollte man besser beherzigen.
Männchen machen: Einerseits ganz grosse Neugier. Sie verschaffen sich einen besseren Überblick. Sindy macht zur Zeit ganz viel Männchen, da sie die Wohnung noch nicht genau kennt. Und andererseits kommen sie so viel besser an die Sachen zum Blödsinn machen....
Auf die Seite werfen: Das machen meine beiden Süssen, wenn sie ihre dollen 5 Minuten hatten und völlig verausgabt sind von der vielen Rennerei und Hüpferei. Dann sind sie völlig zufrieden und lassen sich einfach auf die Seite fallen. Total süss..... Oft geniessen sie es dann auch sehr, wenn man sie ganz sanft streichelt. Sie schließen dann sogar die Augen.
Mit den Hinterbeinen klopfen: Also ich denke, meistens heißt es: “ich bin sowas von wütend”. Bei der Zusammenführung hat Sindy ganz oft geklopft, wenn Sarah sie gejagt hat. Es ist eine Warnung. In der Natur auch eine Warnung für die anderen Kaninchen, dass Gefahr droht. Meine beiden machen das auch manchmal, wenn sie wissen, es geht wieder in den Käfig :-) Oder wenn ich mit Ihnen vom Tierarzt komme....
Bocksprünge, Haken schlagen: Meine beiden machen das vor allem die erste halbe Stunde, wenn sie draussen sind. Dann freuen sie sich dermassen, dass sie Rennen und Hüpfen - es ist eine Freude. Allein das sollte jeden dazu animieren, den Hasis soviel Auslauf wie nur möglich zu verschaffen. Mein Hasenliebhabherz erfreut sich jedesmal wieder daran....
Buddeln: Meine beiden buddeln auf den Fliesen, dem Sofa, dem Stuhl, im Käfig - einfach überall. In der Natur buddeln sie ja Tunnel. Schliesslich leben sie in Höhlen. Also Vorsicht bei Freigehegen !!! Die kleinen haben sich ganz schnell mal rausgebuddelt.
Verteidigungshaltung: Puschel nach oben, geduckt, der Körper ist lang gestreckt, die Nase nach vorn gestreckt, die Ohren angelegt - schnuppernd: So sind sich meine beiden in der ersten Zeit begegnet. Vorsichtig, jeder Zeit bissbereit, bereit zum Wegrennen, gespannt bis in den Puschel. Hier ist Vorsicht angebracht. Das Ninchen könnte auch beissen. Ich halte Sindy derzeit meine Hand immer hin - sie kommt und schnuppert eben in dieser Haltung. Ich würde die Hand in dem Moment nicht bewegen. Sie könnte es als Angriff deuten. So langsam entspannt sie sich auch immer mehr.
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Mit angelegten Ohren auf den Boden gedrückt: ACHTUNG ! Hier ist ganz klar Biss- und Kratzgefahr. Das Kaninchen hat Angst und würde sich wehren. Am besten in Ruhe lassen und beruhigend auf es einreden. Nicht anfassen ! Es gibt jedoch auch noch die Variante, dass eines der Kaninchen sich unterwirft. Sindy hat das bei Sarah anfangs gemacht. Dann hat Sarah sie in Ruhe gelassen und hat ihr sogar die Nase geleckt. Ich werte das als klare Unterwerfung.
Knurren: Niemals !!! das Kaninchen jetzt anfassen. Das Knurren ist die letzte Warnung vor dem Angriff. Es hat dann mit Sicherheit auch obige Kampfhaltung angenommen. In Ruhe lassen !!!
Kinn reiben: Das Kaninchen markiert damit sein Revier. Kaninchen haben Duftdrüsen unter dem Kinn. Ich habe gerade neue Stühle gekauft. Die beiden haben gerieben, gerieben, bis alles nach ihnen roch.
mit den Zähnen malen: Simba hat immer mit den Zähnen gemahlen, wenn er sich sehr, sehr wohl fühlte und gekrault wurde. Auch Sarah macht dies ab und an, wenn sie in totaler Schmuselaune ist. Also ein Zeichen von totalem Wohlbefinden.
Aber hier ist Vorsicht angebracht. Wenn ein Kaninchen mit den Zähnen mahlt und teilnahmslos in der Ecke sitzt, kann dies auch auf Schmerzen hindeuten und ein Tierarztbesuch ist notwendig.
starkes Knirschen mit den Zähnen: Zahnschmerzen oder zu lange Zähne, auf jeden Fall den Tierarzt aufsuchen. Oft kann man dann auch beobachten, dass das Tier nicht richtig isst.
Schreien: Kaninchen schreien nur in absoluter Todesangst und bei extremen Schmerzen. Ein Glück also eigentlich ein Verhalten, was man hoffentlich nie erleben muss. Sollte aber ein Kaninchen bei eine Sturz usw. einen Schrei ausstossen, so würde ich sofort mit ihm zum Arzt fahren. Es könnte sich ernsthaft verletzt haben, auch wenn man nichts sehen kann.
Ich habe nun, als ich mit Sarah und Idefix zum Impfen war, das ersten Mal ein Kaninchen schreien hören. Sarah kreischte, das kann man gar nicht glauben. Der Tierarzt hat sie festgehalten und sie hatte solche Angst, die arme kleine Maus, dass sie wirklich geschrien hat. Zum Glück hat sie sich ganz schnell wieder beruhigt.
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